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  • Kindern eine Brücke in die Zukunft bauen

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Von der Evangelischen Gesamtschule „Philipp Melanchthon“ in Lutherstadt Wittenberg waren vier Vertreterinnen des dortigen Key Clubs mit ihren Betreuerinnen Chelli Sudbrock und Silke Woitschig zur Convention nach Kalkar gekommen, um Kiwanis näher kennenzulernen und um den Sonderpreis der Kiwanis-Stiftung Deutschland entgegenzunehmen. Das Interview führte Dr. Reinhard Katz, Immediate Past Secretary Kiwanis Distrikt Deutschland und Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung.

 

Key-Club Wittenberg beeindruckt mit Engagement


**Reinhard Katz:** Liebe Frau Sudbrock - liebe Chelli und liebe Frau Woitschig - liebe Silke! Ihr beide betreut das Projekt "Good Samatarians - Key Club" im Nachmittagsprogramm eurer Schule. Was ist eigentlich das Besondere an eurer Schule?
**Silke:** Unsere Evangelische Gesamtschule „Philipp Melanchthon“ in Lutherstadt Wittenberg ist eine Schule in freier Trägerschaft. Gestützt auf eine starke Elterninitiative wurde sie im Jahr 2011 als erste Evangelische Gesamtschule Mitteldeutschlands gegründet. Im Juli 2014 erhielten wir die staatliche Anerkennung und im Oktober 2018 konnten wir unser neues modernes Schulgebäude beziehen. Wir sind eine Gesamtschule mit offenem Ganztagsangebot, in der alle Schulabschlüsse bis hin zum Abitur integriert sind. Als evangelische Schule vermitteln wir eine vertiefte allgemeine Bildung, die sich an christlichen Werten und Traditionen orientiert. Wir pflegen einen guten Umgang miteinander sowie aktives Engagement in unserer Gesellschaft, dazu gehört Verantwortung zu übernehmen und freiwilligen Dienst zu leisten.
** RK:** Wie seid ihr auf die Idee gekommen, einen Key Club zu gründen? Was wollt ihr damit erreichen?
** Chelli:** Unsere Schüler haben sich vom Anfang an aktiv in Projekte unserer Stadt sowie in Sozialpraktika und Projekten für Kindernothilfe in der Welt engagiert. Unsere Schüler sollen Hoffnungsträger für Kinder werden und bleiben. Für uns ist es wichtig, eine Organisation als Partner zu haben, bei der die Schüler über den Schulabschluss hinaus Anschluss finden können. Sie sollen positive Mitglieder der weltweiten Gemeinschaft werden, offen und verantwortungsbewusst mit allen Menschen umgehen. Ich kenne Key Clubs aus meiner High School in Springfield, Ohio. Durch Key Club habe ich eine »Liebe zum Dienen« entwickelt, die mein Tun immer noch prägt und diese möchte ich jetzt an meine Schüler weitergeben.
Im Rahmen unserer Nachmittagsangebote haben wir auch eine AG „Good Samaritans“ – Key Club - mit derzeitig ca. 25 Mädchen und Jungen der Klassenstufen 5 - 9. Der Auftrag der AG ist es, die Kinder sozial zu schulen, sowie ihnen Gemeinschaftsgefühl und Herzenswärme zu vermitteln. Durch gemeinsame soziale Projekte (z. B. Weihnachten im Schuhkarton, Erntedankfest in der Suppenküche, Weihnachtsprogramm in Altenheimen, Tulpen für Brot - Welthungerhilfe etc.) beobachten wir, dass die Kinder sehr begeistert sind und gute soziale Ideen entwickeln.
**RK:** Wozu werdet ihr den Sonderpreis der Kiwanis-Stiftung Deutschland in Höhe von 1000 Euro verwenden?
**Chelli:** Seit Oktober 2018 befindet sich unser Schulstandort direkt in einem Plattenbauviertel der Stadt. Dort wohnen viele Familien mit Kindern aus den verschiedensten Nationen. Auf unserem Schulhof wollen wir einen Kiosk eröffnen in Form eines offenen Begegnungs-Cafés für unsere Schüler und die Kinder- und Jugendlichen aus der Nachbarschaft. Die »Good Samaritans-AG« würde das Café im Rahmen der Nachmittagsangebote betreiben und Getränke, sowie kleine Leckereien anbieten. Darüber hinaus soll es verschiedene Spielangebote geben (wie z. B. Gesellschaftsspiele, Tischtennis, Basketball etc.). Außerdem würden wir gern eine mobile Bibliothek aufbauen und gemeinsame Lesezeiten und Vorlesungen anbieten. Wir möchten den Preis der Kiwanis-Stiftung als Starthilfe nutzen z. B. für Geschirr, Lebensmittel, Schürzen, Spiele, Bücher, usw.
**RK:** Alexa, du bist die Präsidentin des neuen Key Clubs. Was ist denn dein Lieblingsprojekt?
**Alexa:** Weihnachtsbesuch im Altenheim! Damit konnten wir vielen Menschen dort eine Freude machen. Dass wir ihnen selbst gemachte Plätzchen schenken konnten, war toll. Wir haben für sie gesungen, sie mit Instrumenten erfreut und jedem eine selbstgemachte Karte übergeben.
**RK:** Leni, du bist die Schatzmeisterin, was gefällt dir besonders?
**Leni:** Das Projekt »Tulpen für Brot«, bei dem wir die Tulpen selbst gepflanzt haben. Später haben wir sie abgeschnitten und in verzierte Butterbrottütchen gepackt. Diese haben wir dann in der Stadt gegen Spenden für die Welthungerhilfe abgegeben. Durch unsere Tulpen bekommen jetzt Kinder in Südamerika an ihrer Schule ein Frühstück.



**RK:** Frieda, du freust dich besonders auf das Schulbegegnungs-Café?
**Frieda:** Ja, wir wollen das Preisgeld für ein tolles Schulbegegnungs-Café auf unserem Schulhof verwenden. Alle können kommen und spielen, essen und trinken. Ich glaube, das wird jeden freuen und alle Kinder können Spaß haben. Ich liebe unsere Schule, doch das macht sie noch besonderer!
**RK** Und was begeistert dich am meisten, Mette?
**Mette:** Mein Lieblingsprojekt ist unsere Beteiligung an »Weihnachten im Schuhkarton als Geschenke der Hoffnung«! Hiermit bereiten wir in der Adventszeit Kindern eine Freude, denen es nicht so gut geht wie uns. Wir haben Schuhkartons beklebt, bemalt und darin Geschenke eingepackt. Mit vielen kleinen Dingen wie Zahnpasta, Spielzeug, Schulmaterial und Süßigkeiten gingen die Pakete dann auf eine lange Reise. Anderen Kindern eine Weihnachtsfreude zu machen, ist einfach toll.
**RK:** Liebe Vertreterinnen des Key Clubs aus Wittenberg, vielen Dank, dass ihr zu unserer Convention gekommen seid – um so mehr, als die ersten Gespräche von Chelli und mir zur Gründung eines Key Clubs gerade ein Jahr zurückliegen. Wir freuen uns, wieder einen Key Club in Deutschland zu haben und sind begeistert von eurem Engagement, euren guten Ideen und Projekten! Gerne wollen wir euch weiterhin unterstützen. Dazu haben bereits Gespräche mit Kiwanis aus Wuppertal, Berlin und Leipzig stattgefunden. Auch die Möglichkeiten eines gemeinsamen Konzertes mit unserer Kiwanis-Botschafterin Frau Dr. Friederike Meinel werden geprüft. Bitte überbringt die Grüße von der Kiwanis Convention an alle eure Club Mitglieder und die ganze Schule! Wir sind stolz auf euch!